Das klingt ziemlich nach «Gschpörschmi Zügs». Was ist ein lebenswertes Leben?

Es ist mitunter wohl die schwierigste Frage. Keine Kinder zu haben macht das Leben oft einfacher. Kinder zu haben macht das Leben anstrengender und gleichzeitig bereichernder. Ein Musikinstrument zu beherrschen und jeden Tag dafür eine Stunde zu üben, das ist anstrengend und gleichzeitig bereichernd. Den Sonnenaufgang auf dem Napf zu erleben, früh aus den Federn zu steigen, das ist anstrengend aber den Aufgang zu geniessen, das ist bereichernd. So gesehen ist ein lebenswertes Leben immer auch mit Anstrengungen verbunden. Und meistens mit einem Engagement der öffentlichen Hand verbunden. Weil es Kinder gibt, baut die Gemeinde Schulhäuser, weil Kultur wichtig ist, ermöglicht die Gemeinde den Musikunterricht und freiwillige unterhalten Wanderwege. Man kann nicht für jede Aufgabe den Staat rufen. Hie und da ist das Engagement der Zivilgesellschaft gefordert. Und im Gass-Projekt kommt eben diese Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Stiftungen und den Initianten zum Tragen.


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